Stadtspaziergang

ERFURT

Erfurt ist Landeshauptstadt Thüringens und mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern zählt sie zu Recht zu den attraktivsten Städten Deutschlands. 
Für den perfekten Tag zum erkunden der Stadt, hier unsere Highlights für einen Stadtspaziergang in Erfurt mit allem was man unbedingt gesehen und gemacht haben sollte.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

1 Zitadelle Petersberg

2 Erfurter Dom

3 Katholische Kirche St. Severie

4 Haus zum Sonneborn

5 Rathhaus

6 Touristeninformation

7 Alte Synagoge

8 Krämerbrücke

9 Ägidienkirche

10 Dämmchen

11 Evangelisches Augustinerkloster

Petersberg

Ihren Erfurt Rundgang können Sie idealerweise am Petersberg starten. Am Fuße des Petersbergs befindet sich ein großes Parkhaus. 

Auf dem Petersberg befindet die 1665 errichtete Zitadelle – Europas einzige noch größtenteils erhaltene barocke Stadtfestung.

Auf dem Petersberg befindet sich auch die romanische Peterskirche. Jahrhundertelang prägten ihre Türme das Erfurter Stadtbild, ehe die Kirche nach einem Angriff der Franzosen 1813 ausbrannte. Heute finden in der Peterskirche Kunstausstellungen statt.

Spannend ist hier auch das Tunnelsystem welches sich von hier durch Teile der Altstadt erstreckt. Diese „Horchgänge“ der Petersberg Festung können in einer Funzelführung erkundet werden.

Das Highlight auf dem Petersberg ist der Ausblick auf die Stadt und bietet einen tollen Vorgeschmack auf die weitere Erkundung. Von unzähligen Stellen haben Sie hier einen tollen Ausblick über die Altstadt von Erfurt bis ins Umland.

Dom & Severiekirche

Der Mariendom ist Erfurts ältestes und wichtigstes Kirchengebäude. Er befindet sich neben der Severikirche auf dem Domberg. Das Ensemble der beiden über der Altstadt thronenden Kirchen sind wirklich beeindruckend und sind das Wahrzeichen der Stadt.

Die Ursprünge des Doms lassen sich bis ins 8. Jahrhundert zurückdatieren, besonders beeindruckend sind die mittelalterlichen Glasfenster im Hochchor, der Hochaltar und auch das gotische Chorgestühl. Der Dom ist auch das zu Hause der Gloriosa, der größten freischwingenden mittelalterlichen Glocke der Welt.

Direkt neben dem Dom steht die Severikirche mit ihren drei Turmspitzen. Auch sie gehört zu den wichtigsten Gotik-Bauten in Deutschland und eine Besuch lohnt sich.

Tipp: Auf dem Domplatz ist vormittags immer Wochenmarkt. Hier kann man wunderbar zwischen den Ständen entlang schlendern und die ein oder andere Leckerei finden.

 

Haus zum Sonneborn

In der Großen Arche, einer alten Gasse, welche parallel zum Erfurter Domplatz verläuft, steht eines der schönsten und ältesten Häuser der Stadt. Nicht selten  finden man hier Blütenblätter vor dem Eingang, denn seit 1988 dient das Gebäude uns Erfurtern als Standesamt. Das „Haus zum Sonneborn“ stammt aus der Zeit der Renaissance. Es wird vermutet, dass das Haus einst als Waidspeicher diente.
Anfang der 80er Jahre allerdings war es so marode, dass man seinen Abriss erwog. Im Zuge der Restaurierung konnte glücklicherweise das prächtige Renaissanceportal und Teile des Fachwerkes erhalten werden, wie auch die beiden Sgraffitis, auf denen Schönheit und Gerechtigkeit dargestellt sind. Das Haus ist leider nicht für Besichtigungen offen, bietet aber ein tolles Fotomotiv.
 

Tipp: Direkt um die Ecke ist das Cafe Flo, das vielleicht kleinste Café der Stadt und unser Geheimtipp für die leckersten Waffeln und Crepe.

Rathaus

Das Rathaus befindet sich auf einem der bemerkenswertesten Plätze der Stadt, dem Fischmarkt.

Das Neugotische Gebäude ist Sitz der Verwaltung und das Zentrum der politischen Macht in Erfurt. Darüber hinaus wird es auch für Konzerte, Empfänge und Feiern genutzt und ist für den Besuch von Touristen geöffnet. 

Der aus zahlreichen Gebäuden bestehende Komplex ist über Jahrhunderte gewachsen. Die ältesten Gebäude gehören dem 13. Jahrhundert an. Die wesentlichen Teile des heutigen Rathauses wurden 1870 bis 1875 errichtet. Mit der Errichtung des Südbaus 1934/35 wurde der Komplex geschlossen.

Sehenswert im Rathaus sind die Wandgemälde in den Fluren und Aufgängen von Eduard Kämpffer (1859 – 1926), die Ausmalung des Festsaales aus den Jahren 1878 bis 1882 von Peter Janssen, Deckengemälde, Zwickelbilder (Porträts) und Plastiken im Festsaal.

 

Alte Synagoge

Unser Spaziergang in der Altstadt führt uns durch die Waagegasse. Hier spürt man das Mittelalter förmlich. Fachwerkhäuser aus dieser Zeit säumen die enge Gasse.

Hier liegt auch die Alte Synagoge, mit ihren 900 Jahren die älteste erhaltene Synagoge Europas. Mit dem Bau der Alten Synagoge wurde bereits im 11. Jahrhundert begonnen. In der Alten Synagoge Erfurt werden Zeugnisse mittelalterlicher jüdischer Kultur Erfurts präsentiert.

Im Keller der Synagoge befindet sich eine Dauerausstellung „Der Erfurter Schatz“, ein 1998 in unmittelbarer Nähe der Synagoge geborgener gotischer Fund aus dem 13./14. Jahrhundert. Dieser jüdische Gold-und Silberschatz ist in Art und Umfang weltweit einzigartig.

Weitere Ausstellungen umfassen die Erfurter Hebräischen Handschriften aus dem 12.- 14. Jahrhundert, der geistigen Blütezeit der ersten jüdischen Gemeinde Erfurts.

Krämerbrücke

Eines der bekanntesten Wahrzeichen Erfurts ist die Krämerbrücke – die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke Europas. Sie ist ein Highlight in Erfurt für Touristen und Einheimische gleichermaßen.

Wenn man über die Brücke geht, bemerkt man nicht wirklich, das man auf einer Brücke ist. Um das Bauwerk in Gänze zu sehen, muss man durch die seitlichen Gassen hinunter zum Fluss. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf dieses Juwel mit seinen kleinen Häuschen und Brückenbögen.

Ein weiteres Highlight sind vielen kleinen Kunst- und Handwerksläden auf der Brücke. Die Geschäfte mit Thüringer Blaudruckstoffen, handbemalter Keramik, Lauschaer Glas, Schmuck, Holzschnitzereien und regionalen Delikatessen laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Tipp: Im Haus Nummer 31 kann man einen Durchblick zum Wasserlauf entdecken und einen mittelalterlichen Keller aus dem 15. Jahrhundert begehen.

Ägidienkirche

Von den beiden ehemaligen Brückenkopf-Kirchen an den beiden Enden der Brücke existiert heute noch die östliche Ägidienkirche.

Sie wurde 1321-24 im Zusammenhang mit der Krämerbrücke erbaut und diente den reisenden Kaufleuten zur Seelsorge und Empfang der Sakramente.

Erfurt zählt unzählige Kirchtürme – doch die Ägiedienkirche ist etwas besonders. Ihr Turm bietet die wohl schönste Aussicht auf die Stadt und die Krämerbrücke.

Tipp: Der Eiskrämer auf der Krämerbrücke direkt gegenüber der Ägidienkirche hat außergewöhnliche und mega leckere Eissorten. Hier ist alles hausgemacht- und auch das Lädchen selbst ist ein Augenschmaus. Unbedingt probieren!

Dämmchen

Diese Insel erstreckt sich von der Rathausbrücke bis zur Lehmannsbrücke und ist schon seit dem Mittelalter bebaut. Über sie führt die Krämerbrücke.

Mehrere kleine Stege bilden Zugänge zur Insel, die früher vor allem mit Mühlen bebaut war.

Nach der Wiedervereinigung wurde sie neu gestaltet und bildet seitdem eine kleine Grünfläche mit Spazierwegen.

Ein Spaziergang in diesem hinteren Bereich der Krämerbrücke am Dämmchen lohnt sich. Hier findet man viele schöne Mittelalterbauten sowie zahlreiche tolle Cafés und Restaurants für Pause.

Tipp: Das Restaurant „Augustiner an der Krämerbrücke“ bieten auf einen tollen Blick auf die Krämerbrücke und das Dämmchen sowie eine leckere Auswahl an Thüringer Küche. 

Evang. Augustinerkloster

Die Kirche und die Klosteranlage der Augustiner-Eremiten wurde um 1300 erbaut. 

Martin Luther trat 1505 in das Kloster ein. Das Augustinerkloster gedenkt Martin Luther mit einer Dauerausstellung unter dem Thema „Bibel-Kloster-Luther“. Die „Lutherzelle“ ist als Teil der Ausstellung zu besichtigen.

Auf dem heutigen Areal der Augustinerkirche stand bereits 1131 die Pfarrkirche St. Philippi und Jacobi. 

Die Farbglasfenstern der Augustinerkirche stammen bereits aus den Jahren 1310 und 1330. Ebenfalls besonders sehenswert sind die drei Grabplatten im Chor, welche aus der Zeit zwischen 1370 und 1380 stammen.